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Pressemitteilung

Carmignac: Die Erfolgsgeschichte der Schwellenländer hat eben erst begonnen.

© Carmignac Gestion

26.05 2021 - Aktien der Schwellenländer haben mehr zu bieten, als man zunächst annimmt. Xavier Hovasse von Carmignac beleuchtet eine nach wie vor ungenügend beachtete Anlageklasse und erläutert, wie man von ihr am meisten profitieren kann.

Das Jahr 2020 war für die Märkte der Schwellenländer ein Wendepunkt. Xavier Hovasse, Head of Emerging Market Equities und Fondsmanager bei Carmignac, ist davon überzeugt, dass es den Beginn einer Periode der Outperformance markiert, die sich stetig beschleunigen dürfte, wenn „wir endlich die Pandemie hinter uns lassen können“.

Ein auf Überzeugungen basierender Ansatz

Die Strategie, die auch über eine luxemburgische SICAV erhältlich ist, verfolgt einen konzentrierten, auf Überzeugungen basierenden Ansatz, der sich auf die Gewinner der digitalen Revolution und die Nutznießer des langfristigen strukturellen Wachstums und der Bevölkerungsentwicklung konzentriert. Der Fonds, der gemäß Artikel 8 der Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (SFDR) klassifiziert ist, verfolgt einen sozial verantwortlichen (SRI) Anlageansatz und wurde mit zwei Nachhaltigkeitslabels[1] akkreditiert.

Aber das ist noch nicht alles. Die Manager des Carmignac Emergents, Hovasse und die jüngst bestellte Haiyan Li-Labbé, können gemeinsam auf mehrere Jahrzehnte an Branchenerfahrung verweisen und profitieren von einem einzigartigen Einblick in die Anlageklasse. In der Tat kann sich das Duo auf die Expertise des gesamten Investmentteams berufen, was für umfassende Anlagen in diesem Universum unabdingbar ist.

Die duale Abdeckung von Aktien durch einen regionalen Spezialisten und einen Sektorexperten spielt eine wichtige Rolle und ist eine der wesentlichen Stärken des Teams: „Wenn wir beispielsweise in ein chinesisches Gesundheitsunternehmen investieren, bringen sich sowohl Haiyan, eine Expertin für China, als auch Jith Eswarappa, ein Experte für globale Gesundheitswerte, ein“, so Hovasse.

„Ebenso arbeiten mir Amol Gogate und Matthew Williams zu, wenn ich in ein indisches Versicherungsunternehmen investiere. Haiyan und mir obliegt der Entscheidungsprozess in Bezug auf die letztlich eingegangenen Positionen und deren Umfang. Wir arbeiten jedoch eng mit unseren Sektorspezialisten zusammen.“

Die Spreu vom Weizen trennen

Das Team bevorzugt Anlagen in Ländern mit starken makroökonomischen Fundamentaldaten und positiven Zahlungsbilanzen – allesamt Hinweise auf eine gesunde Wirtschaft mit guter Finanzbasis, in der Privathaushalte, Unternehmen und die Regierung gemeinsam mehr Ersparnisse erwirtschaften als sie an Geld ausgeben.

Die Identifizierung von Sektoren mit unzureichender Marktdurchdringung ist ebenso wichtig, meint Hovasse. „Man kann zum Beispiel in eine Bank in Ländern wie Mexiko, den Philippinen oder Indonesien investieren, wo die Hälfte der Bevölkerung noch gar kein Konto hat. Oder man investiert in ein Automobilunternehmen in Indien oder China, wo es viel weniger Autobesitzer gibt als in den Industrieländern. Das sind die von uns bevorzugten Arten von Anlagen. Wir halten nach soliden, langfristigen Wachstumswerten Ausschau.

Letztlich müssen potenzielle Portfoliounternehmen auch starke Cashflow-Profile aufweisen. Wie Hovasse erläuterte: „Investitionen in kapitalintensive Unternehmen aus Bereichen wie Öl, Bergbau und dem Bauwesen sollten gemieden werden. Stattdessen sollte die Präferenz Unternehmen gelten, die ihr Wachstum aus eigener Kraft finanzieren können.“

Allerdings halten sich die Fondsmanager an SRI-Prinzipien, und der Fonds verfolgt seine eigene Integration von ESG-Faktoren, Ausschlusspolitik und Herangehensweise zur Einflussnahme. Unter anderem zielt der Carmignac Emergents auf Unternehmen ab, die einen positiven Beitrag zur Gesellschaft oder in Bezug auf den Planeten leisten, und bevorzugt solche, die eine gute Klimabilanz oder ein starkes Engagement zur Verringerung ihres negativen Einflusses auf die Umwelt aufweisen.[2]

ESG ist in den Schwellenländern eigentlich wichtiger als in den Industrieländern, zumal „viele Unternehmen aus den Schwellenländern niedrige ESG-Standards aufweisen“, so Hovasse. Er fügte hinzu: „Das Ausmaß an Bilanzbetrug ist schockierend und die Standards der Buchhaltung sind sehr schwach. Eine gute ESG-Bewertung kann in dieser Hinsicht hilfreich sein: Sie ist ein wesentlicher Faktor für die Generierung von Alpha und das Risikomanagement.“  

Schwellenländer erstarken

Allerdings ändert sich derzeit in den Schwellenländern nicht nur die Einstellung gegenüber ESG. Die Länder selbst durchlaufen momentan einige Änderungen, die u. a. vor allem von COVID-19 vorangetrieben werden.

„Insgesamt hat Asien die Pandemie bislang wesentlich besser überstanden als die USA und Europa“, sagte Hovasse. „Das ist einer der Gründe, weshalb beinahe 80% des Vermögens des Carmignac Emergents in dieser Region investiert sind.[3] Länder wie China, Taiwan und Südkorea übertrafen im vergangenen Jahr ihre Pendants unter den Industrieländern.[4]

Ein weiterer Grund ist das strukturelle Wachstum in Asien. Von künstlicher Intelligenz bis hin zu 5G und Elektrofahrzeugen: Asiens Volkswirtschaften haben eine Spitzenposition eingenommen, wenn es darum geht, Zukunftstechnologien zu integrieren, und führen diese vierte industrielle Revolution an. „Sie sind zukunftsorientiert, haben Pläne für Verbesserungen und investieren in Zukunftstechnologien“, meinte Hovasse.

Aber längst nicht alle Schwellenländer repräsentieren Erfolgsgeschichten. So kämpfen Länder wie Indien und Brasilien derzeit gegen neue Infektionswellen. Trotzdem lassen sich laut Hovasse in Lateinamerika für Anleger nach wie vor Chancen vorfinden. „Asiatische Volkswirtschaften, insbesondere China, sind aufgrund ihrer Kombination von vielversprechenden makroökonomischen Fundamentaldaten und des insgesamt besseren Umgangs mit der Pandemie so attraktiv“, schlussfolgerte Hovasse.



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