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Pressemitteilung

Schroders: Ausblick für 2021 - Private Assets

© Schroder Investment Management GmbH

15.01.2021 - >Private Assets ziehen weiterhin Kapital an, da Anleger bessere Renditen anstreben. Wir sind der Meinung, dass die Privatmärkte unvermindert liefern können, dies jedoch zunehmend von schwer zugänglichem und fachlichem Know-how abhängen wird.

Die jüngsten Durchbrüche bei der Impfstoffentwicklung ermöglichen es den Anlegern endlich, ihre Aufmerksamkeit über die aktuelle Pandemie hinaus auf die langfristigen Chancen für die Privatmärkte zu lenken.  

Die Privatmärkte waren zwar recht widerstandsfähig, aber nicht immun gegen die durch Covid-19 ausgelöste Abschwächung. Die bisherigen Zahlen deuten auf einen Rückgang bei der Kapitalbeschaffung im gesamten Sektor für 2020 hin, was kaum überrascht. Für die kommenden Quartale erwarten wir anhaltende wirtschaftliche Probleme. Unserer Erfahrung und Erwartung zufolge werden viele Privatmarktsegmente jedoch eine charakteristische Stabilität aufweisen und es werden sich neue Möglichkeiten zur Wertschöpfung ergeben.

Laut unseren eigenen Untersuchungen, die inmitten der Krise stattfanden, planen die Anleger weiterhin, im kommenden Jahr mehr Kapital für die Privatmärkte bereitzustellen. In den nächsten fünf Jahren dürften sich die Privatmärkte volumenmäßig wieder fast verdoppeln.

Mit Beginn des Jahres 2021 sind wir davon überzeugt, dass Spielraum für eine derartige Expansion besteht. Wir gehen davon aus, dass die Erwirtschaftung von Renditen – der Grund für das Interesse der Anleger an den Privatmärkten – von Dauer sein wird, wenngleich diese Renditen zunehmend von Bereichen der Privatmärkte angetrieben werden, die schwerer zugänglich sind und ein fundiertes Fachwissen erfordern.

Mit Blick auf das Jahr 2021 (und darüber hinaus) bieten Experten aus dem gesamten Schroders-Privatmarktgeschäft ihre Ansichten zu aufkommenden und dauerhaften Bedenken sowie zu den Herausforderungen und Chancen, die ihren Bereich definieren.

Private Equity

Nils Rode, Chief Investment Officer, Schroder Adveq:

Die Anlageklasse stellte ihre Stabilität während der globalen Finanzkrise 2008/09 unter Beweis und erweist sich auch während der Covid-19-Krise bislang als robust. Während die Märkte weltweit im ersten Quartal 2020 um mehr als 20 % korrigierten, war bei Buyout-Investitionen lediglich eine Korrektur von rund 10 % zu verzeichnen. Der Bereich Venture Capital erwies sich sogar als noch beständiger, denn der Börsenrutsch ging an diesem Markt nahezu spurlos vorbei.

Da sich durch den Durchbruch bei den Impfstoffen eine Rückkehr zur Normalität andeutet, stellt sich die Frage, wie Private Equity wohl in einem Marktumfeld nach Covid-19 abschneiden wird. Es gilt also, nach den Marktverwerfungen der so außergewöhnlichen vergangenen zwölf Monate die Anlageklasse weiterhin langfristig zu betrachten.

Auf lange Sicht entwickelt sich die Welt in Bezug auf Demografie und Wachstum mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Private Equity eignet sich gut für ein solches Umfeld, da es sehr viele verschiedene Renditetreiber gibt, die auf vielfältige Weise Mehrwert schaffen können, worauf wir später noch eingehen werden.

Dies ist besonders wichtig in einem Umfeld von Null- oder niedrigen Realzinsen, das wahrscheinlich noch lange anhalten wird. Private Equity ist zudem eine Möglichkeit, um auf langfristige oder wirtschaftlich nicht anfällige Trends zu setzen, bevor sich an den Aktienmärkten die Gelegenheit dafür bietet.

Nicht zuletzt können wegen der Kontrolle über die Investitionen und des oft aufwändigen Due-Diligence-Prozesses neben den finanziellen Zielen auch zunehmend wichtige ESG- und wirkungsbezogene Ziele erreicht werden.

Neben diesen Pros gibt es aber auch ein Contra, nämlich der hohe Kapitalaufwand.

Da immer mehr Anleger bereit sind, Illiquidität zu akzeptieren und sogar aktiv danach suchen, kann davon ausgegangen werden, dass sich die Illiquiditätsprämie verringert, obwohl dies schwer zu messen ist.

Aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass es noch wichtiger wird, das zu erfassen, was wir als „Komplexitätsprämie“ bezeichnen, die in spezialisierteren und weniger zugänglichen Private-Equity-Marktsegmenten vorzufinden ist. Dies sind Bereiche, in denen Anleger für die Beteiligung an schwer zu replizierenden Anlagen belohnt werden.

Beispiele sind:

  • Kleine Buyouts
  • Aufstrebende Manager
  • Co-Underwriting für Direkt-/Co-Investments
  • Spezialisierte Sekundärinvestitionen
  • Turnaround
  • Seed- und Early-Stage-Technologie- und Biotechnologie-Investitionen
  • Frühwachstumsinvestitionen in Asien und Investitionen in Renminbi auf dem chinesischen Festland

Solange Investoren diese sich verändernde Marktdynamik im Auge behalten – und ihre Private-Equity-Portfolios über ein breites Spektrum von Renditetreibern streuen – sind die Aussichten unserer Meinung nach auch für 2021 äußerst attraktiv.

Impact Investing

Philipp Müller, Chief Executive Officer, BlueOrchard:

Die Schwellenländer haben die Covid-19-Pandemie letztendlich besser bewältigt, als von vielen befürchtet. Die anfänglichen Bedenken waren, dass sich die Auswirkungen auf den Handel und Tourismus, schwächere Rohstoffpreise und rückgängige ausländische Direktinvestitionen zusammen als unverhältnismäßig schädlich für die Entwicklungsländer erweisen könnten.

Insgesamt stellte sich der Umgang der Schwellenländer mit der Pandemie jedoch als wirksam heraus. Die Lockdowns waren in den meisten Ländern gleich. Fiskalpolitische Maßnahmen wie Steuerstundungen, Kredite des öffentlichen Sektors oder Kapitalspritzen für Unternehmen wirkten unterstützend. Ein schwächerer US-Dollar und geldpolitische Maßnahmen – von Leitzinssenkungen über spezielle Liquiditätsfazilitäten bis hin zu lockeren Mindestreserveanforderungen – begrenzten die unmittelbaren Auswirkungen. Mit Beginn des Jahres 2021 erholt sich die weltweite Nachfrage bereits rasch und wir erwarten zudem eine Erholung der Schwellenländer. Gesamtwirtschaftliche Prognosen deuten auf ein positives BIP-Wachstum der Schwellenländer im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 hin.

Trotzdem wird sich die Pandemie nachhaltig auswirken, da sie die globale Armutsquote erhöht und den sich entwickelnden Arbeitsmärkten erheblichen Schaden zugefügt hat. Ungeachtet ermutigender Entwicklungen bei den Impfstoffen bleibt die Verteilung in den Schwellenländern – wo eine ausreichende Kühlung nicht immer sichergestellt ist – ein ungelöstes Problem.

Die Reaktion der Vermögensverwaltungsbranche, wenn sich die Welt wieder normalisiert, wird entscheidend dafür sein, wie lange die Nachwirkungen von Covid-19 auf die Schwellenländer anhalten. Unserer Meinung nach gibt es zahlreiche Chancen für die Anleger, mit denen sie gleichzeitig kleine Unternehmen in den Entwicklungsländern unterstützen können.

Viele Institute, mit denen wir zusammenarbeiten, haben die Krise wesentlich besser überstanden, als wir zu Beginn der Pandemie erwartet hatten. Wir gehen davon aus, dass gut geführte Mikrofinanzinstitute (MFIs) in der Lage sein sollten, die erforderliche Liquidität und Kapitalausstattung aufrechtzuerhalten. In einigen Ländern wie Indien können leistungsstärkere MFIs möglicherweise ihren Marktanteil erhöhen, wenn die Nachfrage anzieht. Darüber hinaus kann ein schwächerer US-Dollar die Schuldenlast für Länder verringern, die Kredite in US-Dollar aufgenommen haben.

Ferner sind Impact Bonds im Vergleich zu Investment-Grade-Anleihen in Industrieländern unseres Erachtens weiterhin attraktiv (besseres Wertpotenzial). Wie immer erfordern diese Wertschöpfungsmöglichkeiten ein selektives Vorgehen. Da der Markt für Social, Impact und Green Bonds jedoch weiter wächst, erweitert sich auch das Spektrum der potenziellen Ergebnisse.

Angesichts der begrenzten Wachstumschancen und der verzögerten Einnahmen werden viele Mikrofinanzinstitute mit geringeren Barreserven als gewünscht in das Jahr 2021 starten.  In einigen Fällen sind Kapitalspritzen erforderlich, um die Ziele zu erreichen, und dies schafft ein besonders förderliches Umfeld für Private-Equity-Investitionen. Mit den kurz- und mittelfristigen Auswirkungen von Covid-19 auf die Geschäftsmodelle sind Risiken verbunden. Es werden jedoch attraktive Bewertungen angeboten, wobei die Risiken unseres Erachtens beherrschbar und verständlich sind. 

Schließlich hat die Covid-19-Pandemie die Bedeutung längerfristiger Themen nicht gemindert – und das Top-Thema ist dabei der anhaltende Kampf gegen den Klimawandel. Die Weltbevölkerung wächst weiter und jeder von uns konsumiert mehr. Über das kommende Jahr und eine (hoffentlich) wiederbelebte Weltwirtschaft hinaus sind Investitionen in die Infrastrukturentwicklung einer der Haupttreiber für ein nachhaltiges Wachstum in den Schwellenländern.

Der Energiesektor, insbesondere erneuerbare Energien, bleibt für Investoren im Fokus. Die Bevölkerung der Schwellenländer macht bereits 65 % der weltweiten Gesamtbevölkerung aus und wächst rasant. Dies schafft eine erhebliche Nachfrage nach einem Ausbau der Infrastruktur, die es um unser aller selbst willen auf nachhaltige Weise zu befriedigen gilt.

Europäische Immobilien

Mark Callender, Leiter Real Estate Research

Aufgrund der entwickelten wirksamen Impfstoffe besteht eine echte Hoffnung, dass Covid-19 bis Mitte 2021 unter Kontrolle gebracht werden kann. Es wäre jedoch ein Fehler anzunehmen, dass die europäischen Immobilienmärkte einfach wieder so werden, wie sie zu Beginn dieses Jahres waren.

Die Pandemie hat die großen Gateway-Städte wie New York, London und Paris zwangsläufig am stärksten getroffen, was zu Spekulationen darüber geführt hat, dass die Urbanisierung nun an einem Wendepunkt angelangt ist. In den 1920er Jahren zogen nach der Spanischen Grippe einige Menschen aufs Land. Ihren Platz in den Städten nahmen aber schnell wieder andere Zuzügler ein. Wir glauben, dass dies erneut passieren könnte, insbesondere wenn der Wohnraum erschwinglicher wird. 

Städte werden ihre Vorteile in Bezug auf Verkehrsverbindungen, führende Universitäten und Krankenhäuser sowie wichtige Kultur- und Freizeiteinrichtungen behalten.  Dies deutet darauf hin, dass Städte weiterhin hochqualifizierte Menschen und Unternehmen anziehen werden, die von Ballungsräumen profitieren (z. B. Finanzen, IT, professionelle Dienstleistungen).

Covid-19 hat das Wachstum des Online-Einkaufs und die Disruption der Lieferketten deutlich beschleunigt. Das bedeutet, dass Hersteller und Einzelhändler wahrscheinlich mehr Lagerbestände an wichtigen Waren unterhalten werden. In diesem Jahr dürften die Lagervermietungen in Europa mit rund 25 Millionen Quadratmetern nahezu Rekordwerte erreichen. Wir erwarten jedoch auch eine Welle von Insolvenzen unter Einzelhändlern, einen weiteren Anstieg der Leerstände um 3 % bis 5 % und einen Rückgang der Mieten bei Einzelhandelsflächen außerhalb des Lebensmittelsektors um 10 % bis 15 %. Unseres Erachtens wird diese Divergenz noch einige Jahre anhalten.  Angesichts der Tatsache, dass Renditen erstklassiger Logistikimmobilien in Europa auf 3,5 % bis 4,25 % gefallen sind, lautet die ausschlaggebende Frage für Investoren: „Ab wann sind die Erwartungen an ein weiteres Wachstum der Lagermieten zu optimistisch?“ 

Die Auswirkungen von Covid-19 auf die zukünftige Nachfrage nach Büroimmobilien sind noch ungewisser. Einerseits hat die Pandemie die Arbeit von zu Hause aus entstigmatisiert, und die Mitarbeiter schätzen die Flexibilität. Die Unternehmen können Geld sparen, indem sie Büroflächen reduzieren.

Auf der anderen Seite müssen die Arbeitgeber viel Platz zurückhalten, wenn die meisten Mitarbeiter drei oder vier Tage die Woche im Büro sind. Es gibt auch Bedenken, dass die Telearbeit die Innovation und Weiterbildung hemmen und mittelfristig die Produktivität beeinträchtigen könnte. Wir gehen davon aus, dass die Büromieten in den meisten europäischen Städten in den nächsten 18 Monaten um rund 5 % sinken werden. Wir schätzen jedoch, dass sich die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Büroflächen in den Innenstädten und in der Nähe von Universitäten ab 2022 erholen wird. Bei Backoffice-Flächen, die aufgrund neuer Technologien wahrscheinlich weniger nachgefragt werden, sind wir vorsichtiger. 

Eine der wichtigsten Lehren aus Covid-19 besteht unseres Erachtens letztlich darin, dass Immobilieninvestoren den „betriebsbedingten“ Charakter aller Immobilien vollständig verstehen müssen.  Sich auf (langfristige) Mietverträge zu verlassen, bei denen das Vermieter-Mieter-Verhältnis nicht über die vierteljährlich fällige Rechnung hinausgeht, ist kurzsichtig.

In allen Sektoren ist klar geworden, dass, wenn sich das Geschäft eines Mieters ändert oder ein Markt strukturell nicht funktioniert, dies nicht nur ein Problem für die Partei ist, die die Miete zahlt. Ein Verständnis dieses inhärenten operationellen Risikos sollte den Investoren die Augen dafür öffnen, dass es einer besseren Ausrichtung auf die zukünftige Wertentwicklung bedarf. Investoren, die das Geschäft ihrer Kunden genau kennen, können letztendlich bessere Ergebnisse für alle Beteiligten erzielen, sei es in Hotels, im Einzelhandel, im Büro- sowie im Wohn- und Logistikbereich, und diejenigen, die diesen „aufmerksamen“ Ansatz in allen Sektoren verfolgen, dürften als Erste von einer Erholung profitieren.

Infrastruktur

Jerome Neyroud, Leiter Investments, Infrastructure Debt: 

Covid-19 hat wichtige Themen der letzten Jahre verstärkt und beschleunigt, wie Dekarbonisierung, Digitalisierung und das Null-Zins-Umfeld, die allesamt für Infrastrukturinvestitionen förderlich sind. Der Übergang zu einer dekarbonisierten Wirtschaft und ein allgemeinerer ESG-bewusster Investitionsansatz sind zu einem Muss geworden.

Die Infrastruktur wird eine wichtige Rolle bei Neuinvestitionen in erneuerbare Energien und Elektromobilität (z. B. Ladestationen für Elektrofahrzeuge) spielen. Darüber hinaus nimmt die Infrastruktur eine Schlüsselfunktion bei der „Verbesserung“ der vorhandenen Infrastruktur, der Schaffung effizienterer und „intelligenterer“ Netzwerke sowie einer zweckmäßigen digitalen Infrastruktur ein.

Covid-19 hat deutlich gemacht, dass Investitionen in die digitale Infrastruktur unerlässlich sind, insbesondere wenn die Normalität nach Covid-19 darin besteht, mehr von zu Hause aus zu arbeiten. Eine digitale Infrastruktur ist nicht mehr nur „nice to have“, sondern für den Alltag eines jeden genauso wichtig wie Wasser oder Strom.

Die Digitalisierung und „Virtualisierung“ der Wirtschaft wirken sich auch auf unser Reiseverhalten aus. Die Flughafeninfrastruktur wurde vom Coronavirus getroffen.  Sie hat jedoch weniger gelitten als andere Akteure in der Wertschöpfungskette (Fluggesellschaften, Flughafendienstleister, Caterer, Reisebüros). 

Die Infrastruktur mit ihren langen Investitionslaufzeiten von rund 20 Jahren kann Rückschläge auf dem Weg besser verkraften als Unternehmen mit Fünf-Jahres-Zyklen, die die Disruption von Covid-19 möglicherweise nicht überstehen. Ein weiterer Effekt von Covid-19 ist die zunehmende Verschuldung, und die risikofreien Zinssätze liegen nahe bei null oder sogar im negativen Terrain. Wir sind der Ansicht, dass die Infrastruktur (seien es vorrangige Schuldtitel, nachrangige Schuldtitel oder Eigenkapital) im Jahr 2021 attraktive, prognostizierbare und regelmäßige Cashflows für ertragsorientierte Anleger bieten wird.

Versicherungsbezogene Anlagen (ILS)

Stephan Ruoff, Leiter für ILS:

Den meisten Menschen wird 2020 als das Covid-19-Jahr in Erinnerung bleiben. Für diejenigen, die im Bereich des Versicherungsrisikotransfers tätig sind – wie wir in ILS –, war es auch das Jahr einer Rekordzahl benannter Stürme im Atlantik, einer Vielzahl von Waldbränden, schweren konvektiven Stürmen in den USA und Taifunen in Asien.

Coronavirus-bezogene Schäden bei ILS hatten einige Auswirkungen, insbesondere im Hinblick auf das Betriebsunterbrechungs- und Sterblichkeitsrisiko. Die Auswirkungen waren jedoch im Allgemeinen gering. ILS blieben erwartungsgemäß weitgehend immun gegen die Pandemie. In der Tat hat sich die Anlageklasse trotz sehr viel mehr Naturkatastrophen bisher insgesamt gut und erwartungsgemäß entwickelt. In der Tat traf trotz der hohen Anzahl von US-Stürmen im Atlantik keiner auf dicht besiedelte Gebiete.

Der Ausblick 2021 für ILS ist positiv. Die weltweiten Rückversicherungsmärkte erleben grundlegende Korrekturen, die wir auch für 2021 und darüber hinaus erwarten. In den letzten Jahren war die Naturkatastrophenaktivität außergewöhnlich hoch. Das größte Verlustjahr aller Zeiten war 2017. Dies bedeutete letztendlich, dass für einige Rückversicherer und ILS-Manager die Reserven zur Deckung von Verlusten nicht hoch genug waren, was auch 2018 noch Auswirkungen hatte.

Die Hauptursachen für die anhaltend „schleichenden Verluste“ waren schlecht modellierte Risiken, die am stärksten vom Klimawandel ausgehen. Dies löste einen Trend zu verbesserten Preiskonditionen aus. Am Markt wurden diese Probleme durch überarbeitete Bedingungen und Strukturen proaktiv angegangen. Die Verzinsungen im Sektor stiegen zu Beginn des Jahres 2020 zunächst und aufgrund der zusätzlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, welche die Verfügbarkeit von Kapital einschränkte, weiter an.

Die geschwächten Bilanzen aufgrund dieser Entwicklung bei den Schadensrückstellungen und eines anhaltenden Niedrigzinsumfelds, das die Kapitalerträge für (Rück-)Versicherungsunternehmen verringert, haben dazu geführt, dass Ratingagenturen die Aussichten für die Branche negativ beurteilen. Dies hat die Versicherer noch mehr unter Druck gesetzt, die Erträge zu verbessern. Mit soliden Maßnahmen, neuem Kapitalzufluss und verbesserten Zeichnungsbedingungen gehen wir davon aus, dass der Bereich ILS die attraktivsten Renditeniveaus in fast einem Jahrzehnt erreichen wird.


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Risikohinweise      

Der Wert von Anlagen und der damit erzielten Erträge kann sowohl steigen als auch fallen. Anleger erhalten den ursprünglich investierten Betrag unter Umständen nicht zurück. 

Aktienkurse unterliegen aufgrund verschiedener Faktoren, wie der allgemeinen Nachrichten und Wirtschafts-, Branchen- oder Unternehmensnachrichten, täglichen Schwankungen.

Investitionen, die sich auf eine begrenzte Anzahl von geografischen Regionen, Branchen und Märkten konzentrieren, können starken Wertschwankungen unterliegen, sowohl nach oben als auch nach unten. Dies kann sich nachteilig auf die Wertentwicklung auswirken.



Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von den Autoreninnen und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar. Diese können sich ändern.




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